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Autofahrer haben Strom statt Benzin im Blut

(vom 25.04.2018)

Marathon-Rallye-Fahrerin Jutta Kleinschmidt eröffnete die E-Rallye in Barmstedt und fuhr mit dem roten BMW i8 vorne mit – außerhalb der Konkurrenz

Erster Tag der E-Mobilität in Barmstedt mit E-Rallye, akkubetriebenen Surfbrett, einem umgerüsteten DeLorean und weiteren Attraktionen.

Barmstedt.  Was hat Motorsport mit E-Mobilität zu tun? "Im Motorsport haben wir immer die neuesten Technologien entwickelt und vorangetrieben", sagte Rallye-Dakar-Legende Jutta Kleinschmidt am Sonntag bei der Eröffnung des ersten Elektromobilität-Tages im Kreis Pinneberg in Barmstedt. Seit sie 2012 einen Tesla auf einer Rennstrecke testen durfte, sieht sie in strombetriebenen Autos die Zukunft. "E-Mobilität ist meine Leidenschaft", sagt die Frau, die als einzige eine Gesamtwertung der Rallye Dakar gewonnen hat.

Die Veranstaltung zog bei sonnigem Wetter viele Besucher an, die sich über E-Mobilitäts-Projekte, Ladeinfrastruktur im öffentlichen und privaten Raum sowie über die verschiedenen Modelle von Elektro-Autos informieren wollten. Veranstalter waren der Kreis Pinneberg, die Stadtwerke Barmstedt, Stadtwerke Elmshorn, die Stadtwerke Tornesch, die Stadtwerke Wedel und die Gemeindewerke Halstenbek. Autohändler- und E-Fahrzeug-Hersteller, Anbieter von Segways, E-Bikes und Pedelecs präsentierten sich. Die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg war mit einem E-Hybrid-Bus dabei. Aktionen wie Kinderschminken, Blumenkränze binden, Jonglieren und eine Hüpfburg auf dem Gelände der Badestelle am Rantzauer See machten auch den Kleinen Spaß.

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP), Landrat Oliver Stolz und Bürgermeisterin Heike Döpke eröffneten die Veranstaltung. Ohne grünen Strom mache E-Mobilität wenig Sinn, sagte Buchholz, dessen Frau nach seinen Angaben auch einen Hybrid fährt. "Schleswig-Holstein ist ein Land der Windkraft und sollte eine Vorreiterrolle in der E-Mobilität einnehmen", sagte er. Die Politik wolle dazu ihren Beitrag leisten und den Ausbau von Ladestationen vorantreiben.

E-Mobilitätsverfechter Dirk Lehmann nahm mit seinem auf E-Antrieb umgerüsteten DeLorean, dem Kultauto aus dem Kinofilm "Zurück in die Zukunft", an der Rallye teil. Die führte von Barmstedt über Elmshorn, Tornesch und Halstenbek nach Wedel. Teilnehmen konnte jeder, der im Besitz eines E-Autos ist oder sich eins bei einem Autohändler oder Carsharing-Anbieter ausgeliehen hatte. Die Fahrer legten etwa 80 Kilometer zurück und mussten unterwegs Aufgaben lösen. Zurück von der Rallye zeigte Lehmann, der mit seiner Firma E-Cap Mobility in Winsen (Luhe) Fahrzeuge in Elektromobile umrüstet, seinen DeLorean auf dem Veranstaltungsgelände.

Vor Ort war auch der THW-Ortsverband Barmstedt, der deutschlandweit das erste Elektroauto im THW besitzt. "Seit Beginn des Jahres nutzen wir den Renault Zoe für Rettungseinsätze", sagt THW-Helfer Peter Kahns, der selbst schon am Steuer saß. Bei 120 bis 150 Kilometer Reichweite sei es sinnvoll, ihn einzusetzen, da die Helfer oft Kurzstrecken fahren. Kollegen anderer Ortsgruppen können sich das Auto ausleihen und testen. "Man hört nichts und er zieht gut an", beschreibt Ortsgruppenführer Adrian Ruffert das Fahrgefühl. Etwa 1000 Kilometer sind sie seit Anfang des Jahres damit gefahren.

Das Ehepaar Werner und Karina Noack aus Kiebitzreihe war mit einem besonderen Gefährt vor Ort – einem Twike. Sie hatten sich vor einem Jahr das dreirädrige Leichtelektromobil, das Platz für zwei Personen hat, gebraucht gekauft. Seitdem fährt Werner Noack die 30 Kilometer zur Arbeit von Kiebitzreihe nach Kollmar mit dem 20 Jahre alten Gefährt zur Arbeit. Seine Frau fährt zwar als Beifahrer gelegentlich mit, schreckt aber vor der mangelnden Akzeptanz anderer Verkehrsteilnehmer etwas zurück. "Der Verkehr wird zunehmende aggressiver", so ihre Erfahrungen. Dabei schafft der Twike 85 Kilometer pro Stunde und ist sogar auf der Autobahn zugelassen.

Dass E-Mobilität auf dem Wasser funktioniert, bewies Markus Schilcher, der sein E-Surfbrett der Marke WaterWolf in Aktion präsentierte. "Dank Propellerantrieb funktioniert das Surfen auch ohne Wind und Wellen", sagt der Maschinenbauingenieur aus Oberammergau, der nach fünfjähriger Testphase nun in Serienproduktion geht.

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