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Ein Blockheizwerk für Seeth-Ekholt

(vom 08.02.2018)

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeindeversammlung stand die Energieversorgung im neuen Baugebiet im Fokus

Patrick Gravert und Dirk Neuber
Patrick Gravert (rechts) und Dirk Neuber (links)

Patrick Gravert (rechts) und Dirk Neuber von den Stadtwerken Elmshorn beantworteten Fragen zum Kraftwerk. Wittmaack Seeth-Ekholt Das Blockheizkraftwerk für das Neubaugebiet in Seeth-Ekholt wird Realität. Das beschlossen die Gemeindevertreter mehrheitlich während ihrer jüngsten Sitzung. Zuvor hatten die Referenten Patrick Gravert (Technik) und Dirk Neuber (Vertrieb) von den Stadtwerken Elmshorn das Projekt im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Die wichtigsten Beschlüsse der Lokalpolitiker: Neben der Errichtung eines Blockheizkraftwerkes „im Bereich des künftigen Bebauungsplangebietes Nummer 6“ votierte die Runde für „einen Anschlussund Benutzungszwang“ für alle Grundstücke im neuen Baugebiet sowie für einen möglichen Anschluss des Dorfgemeinschaftshauses an das Blockheizkraftwerk.

In zwei Abschnitten soll in den kommenden Jahren in Seeth-Ekholt ein neues Baugebiet entstehen. Südlich der Dorfstraße, östlich der Bundesstraße und westlich der Bebauung an der Schulstraße sind insgesamt 29 Wohngrundstücke geplant. Gut drei Hektar misst das Areal, neben der rund 2,2 Hektar großen Wohnbebauung sind eine 0,3 Hektar große Mischfläche und etwa 0,8 Hektar für Gewerbe vorgesehen. Bürgermeister Rosenthal ist ein ausgewiesener Anhänger des Heizkraftwerk-Projektes und bezeichnete den möglichen Bau mit Blick auf die Verbesserung der CO2-Bilanz als „einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz“.

Ganz so positiv sahen es einige Bürger nach dem Referat des Stadtwerke-Duos nicht. Ihre Hauptkritikpunkte: Es werde Gas für die Stromerzeugung „vergeudet“, insofern sei das Umwelt-Argument nicht stichhaltig. Außerdem müssten sich alle Bauherren für 15 Jahre an die Stadtwerke und das Blockheizkraftwerk binden. Ein Umstieg auf Gas sei auch anschließend schwierig, da keine Gasleitung in das Baugebiet gelegt werde. Die Stadtwerke-Mitarbeiter Patrick Gravert und Dirk Neuber versicherten, dass ihr Arbeitgeber nicht darauf aus sei, die Bauherren „auszubeuten“ und wiesen auf die Landeskartellbehörde für Energie hin, die überwache, dass keine zu hohen Preise angesetzt würden. Ob individuelle Lösungen oder die Nahwärmeversorgung durch ein Blockheizkraftwerk letztlich günstiger seien, „wissen wir erst in 15 Jahren“, gab Bürgermeister Rosenthal zu.

Gravert und Neuber betonten, dass eine „Kostenneutralität zur Eigenlösung angestrebt“ werde und boten interessierten Bürgern nicht nur an, einen entsprechenden Mustervertrag einzusehen, sondern auch ein vergleichbares Blockheizkraftwerk persönlich in Augenschein zu nehmen. Die Stadtwerke Elmshorn würden schon heute fünf Nahwärmenetze betreiben, das älteste („Zum Krückaupark“) sei seit 1985 im Einsatz, das größte („Hasenbusch“) habe 220 Anschlussnehmer, der aktuellste Neubau seien die „Wilhelmsgärten“. Eine Insolvenz des Betreibers sei praktisch ausgeschlossen, weil sich die Stadtwerke in Besitz der Stadt Elmshorn befänden. Und nach Ablauf des Vertrages könne ein Nutzer aus der Fernwärme aussteigen, die Kosten für den Rückbau der Hausanschlüsse würden von den Stadtwerken übernommen. Weitere Vorteile: Es sei kein Haus-Schornstein nötig, dafür gebe es einen Rund-um-die-Uhr-Störungsdienst. Und es kämen keine kostspieligen Heizungsreparaturen auf die Hausbesitzer zu.

Carsten Wittmaack

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