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Die Friedrich-Ebert-Schule steuert mit Tafelwasseranlagen entgegen

(vom 24.10.2018)

Dieses Getränk ist garantiert ohne Zucker. In Elmshorn gibt es jetzt Leitungswasser für die Schüler.

Ein Glas wird mit Wasser befüllt

Elmshorner Rohrperle – meist ist dieses Synonym für Leitungswasser scherzhaft gemeint. Leitungswasser, das klingt eben nicht besonders exquisit. An der Friedrich-Ebert-Schule ist man dagegen anderer Meinung und will den Schülern vermitteln, dass Wasser ein wertvolles Lebensmittel ist. Der Schulverein hat deshalb an alle Kinder Trinkflaschen zum selbstbefüllen verteilen sowie zwei Tafelwasseranlagen aufbauen lassen. „Uns war lange ein Dorn im Auge, dass die Kinder mit Zuckerwasser zur Schule kommen“, sagt Manuela Naumann-Buizinga vom Vorstand des Schulvereins. 4200 Euro hat der Schulverein pro Tafelwasseranlage, die das Leitungswasser kühlen und nach Belieben mit Kohlensäure versetzen, ausgegeben. Für die Flaschen, auf denen das Logo der Schule gedruckt wurde, gab der Verein 1200 Euro aus. Etwa 8000 Euro musste der Schulverein zudem aufwenden, um den Wasseranschluss legen zu lassen.

EU-Programms „Gesund macht schlau“

„Wasser spielt eine große Rolle, wenn wir konzentriert bleiben wollen“, erzählt Annemarie Rohde. Die Landfrau aus Hohenlokstedt hat sich über den Landesverband qualifizieren lassen und erklärt im Rahmen des EU-Programms „Gesund macht schlau“ an Grundschulen, wie wichtig gesunde Ernährung – und das Trinken von ausreichend Wasser ist. Im Rahmen des Wasser-Projektes hat sie alle Klassen und damit etwa 380 Schüler besucht. „Ich habe den Kindern ein Modell mitgebracht, an dem wir den Weg des Wassers in unserem Körper nachvollzogen haben. Ich glaube, dass hat ihnen am meisten Spaß gemacht“, sagt Rohde.

Rohdes Wasserprojekt und das Aufstellen der Tafelwasseranlagen haben bei den Schülern eine große Wirkkung gehabt, erklärt Schulleiter Dieter Ackmann. „Die Motivation ist groß. Hin und wieder bilden sich in den Pausen auch kleine Schlangen vor den Wasserspendern.“ An seiner Schule spiele das Thema gesunde Ernährung eine große Rolle, findet Ackmann. So wird die Schule regelmäßig mit Obst, Gemüse und Milch aus der Region beliefert. Trotzdem gab es zunächst Vorbehalte gegen die Wasseranlagen. „Wir hatten erwartet, dass dort rumgepitscht wird und eine Seenlandschaft vor den Geräten entsteht – aber nichts. Die Wertschätzung ist hoch“, sagt Ackmann. Diese Wertschätzung wird auch von Seiten der Schule unterstützt, indem man zum Beispiel das Trinken im Unterricht erlaubt. „Kurze Pausen um einen Schluck zu nehmen hilft beim Lernen“, sagt Ernährungschoach Rohde.

Elmshorner Stadtwerke als Sponsor

Anschaffung und die baulichen Voraussetzungen der Wasserspender hat der Schulverein bezahlt, für die laufenden Kosten konnten die Elmshorner Stadtwerke als Sponsor gewonnen werden. Wartung, Kontrolle und die Kosten für die Kohlensäurekartuschen übernehmen die Stadtwerke. Deren Chef Sören Schuhknecht erläutert, dass sein Unternehmen die Schule gerne in ihrem Bemühen, Wasser als gesundes Lebensmittel zu vermitteln, unterstützt: „Unser Wasser ist hochwertig und günstig. In Elmshorn kostet ein Liter Trinkwasser weniger als 0,1 Cent.“

Chemikalien und Pestizide aus der Landwirtschaft und Industrie, die ins Grundwasser sickern oder andere Verunreinigungen seien im Elmshorner Wasser kein Problem von großer Relevanz, erklärt Schuhknecht. „Wir halten alle Grenzwerte ein, nein, wir unterschreiten alle Grenzwerte deutlich“, versichert Schuhknecht. Weiterhin werden an unterschiedlichen Stellen in der Trinkwasseraufbereitung Proben genommen und auf Rückstände geprüft. „Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt“, ergänzt Schulleiter Ackmann.

– Quelle: https://www.shz.de/21423647 ©2018

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